Die Bündnerin, die zurückgekehrt ist
Manche Schätze gehen nicht verloren. Sie warten nur darauf, wiederentdeckt zu werden.
Die Guarda stammt aus dem gleichnamigen, wunderschönen Dörfchen Guarda im Unterengadin – einer Sonnenterrasse, auf der diese alte Lokalsorte über viele Jahre besonders geschätzt wurde.
Nach einer Zeit des Verschwindens hat sie dank ProSpecieRara ihren Weg zurück auf unsere Felder gefunden.
Vielleicht berührt sie mich gerade deshalb so sehr: Sie erzählt von Herkunft, Erinnerung und der Freude, eine alte Sorte wieder zum Leben zu erwecken.
Ihre feinkörnige Struktur und ihr leicht nussiger, manchmal fast maroniartiger Geschmack mit feinen Röstaromen machen sie zu einer ganz besonderen Kartoffel. Einzelne Knollen erinnern in ihrer Aromatik sogar an die italienische Sorte Quarantina bianca.
In der Küche zeigt die Guarda eine wunderbare Vielseitigkeit. Ein erfahrener Foodscout hat ihren Geschmack in manchen Jahren sogar mit der berühmten französischen «La Bonnotte» verglichen.
Verwendung
Die Guarda eignet sich hervorragend für:
Was die Guarda besonders macht
Für mich schmeckt die Guarda ein wenig nach Heimkehr.
Ich liebe sie besonders für Gerichte, bei denen ihr feines Aroma Zeit bekommt, sich voll zu entfalten. Als knusprige Rösti oder aus dem Ofen zeigt sie ihre gerösteten Noten besonders schön.
Aber auch ein einfacher Kartoffelstock wird mit ihr zu etwas Besonderem.
Bei dieser Sorte spürt man: Manche Kostbarkeiten müssen nicht neu erfunden werden. Manchmal reicht es, ihnen wieder den Platz zu geben, den sie verdienen.
Rösti wie bei der Grossmutter
Rezept von: Freddy
Ein Knödel mit Bündner Seele
Rezept von: Freddy