Zwischen Polenta und neuen Ideen
Manche Lebensmittel begleiten einen ein Leben lang. Und manchmal schafft es genau eine neue Variante, den Blick auf etwas Vertrautes völlig zu verändern.
Als Steirer bin ich mit viel Polenta aufgewachsen. Als Kind habe ich sie nicht immer geliebt. Dass mir nun ausgerechnet eine Polenta aus der Bergackerbohne den Kopf verdrehen würde, hätte ich mir nie gedacht.
Heute erwische ich mich sogar manchmal dabei, dass ich bei einer klassischen Maispolenta denke: Wie fein wäre jetzt die Bohnen-Variante. Vielleicht geht es dir nach dem ersten Löffel genauso.
Der Bergackerbohnen-Griess ist nicht nur aufgrund seines hohen Proteingehalts eine spannende Alternative zur klassischen Maispolenta. Mit seinem feinen, nussigen Aroma bringt er auch geschmacklich einen ganz eigenen Charakter auf den Teller und überrascht selbst eingefleischte Polenta-Liebhaber.
Doch der Bergackerbohnen-Griess kann noch viel mehr.
In Österreich hat Griess eine lange Tradition und wird auf unterschiedlichste Weise verwendet: als luftige Griessnockerl in einer kräftigen Suppe, als herzhafter Knödel oder sogar in einem verführerischen süssen Strudel.
Vielleicht ist genau diese Vielseitigkeit das Spannende an diesem Produkt. Eine alte Kulturpflanze trifft auf bekannte Küchenformen – und plötzlich entstehen ganz neue Möglichkeiten.
Für mich gehört der Bergackerbohnen-Griess zu den grössten Überraschungen dieser Bohne. Jedes Mal staune ich aufs Neue, wie unterschiedlich er sich einsetzen lässt – von herzhaften Gerichten bis zu süssen Desserts.
Verwendung
Der Bergackerbohnen-Griess eignet sich hervorragend für:
• cremige Polenta als Alternative zur Maispolenta
• luftige Griessnockerl
• herzhafte Knödel
• kreative Aufläufe
• süsse Griessgerichte und Desserts
• besondere Beilagen mit eigenständigem Charakter
Was den Bergackerbohnen-Griess besonders macht
Für mich liegt die besondere Stärke dieses Griesses in seiner Verbindung von Vertrautem und Neuem.
Er bringt die angenehme Cremigkeit einer klassischen Polenta mit dem eigenständigen Geschmack der Bergackerbohne zusammen. Gleichzeitig eröffnet er eine Vielzahl von Möglichkeiten – von der einfachen Beilage bis zum überraschenden Hauptdarsteller.
Mein Tipp: Verwendest du den Bergackerbohnen-Griess für Griessnockerl oder Knödel, gib etwa ein Drittel normalen Weizen- oder Dinkelgriess dazu. Dem Bohnengriess fehlt etwas die Quellfähigkeit – mit dieser kleinen Ergänzung werden die Nockerl oder Knödel wunderbar luftig und das feine Bohnenaroma bleibt trotzdem erhalten.
Entdecke unsere Rezepte und lerne die Bergackerbohnen von ihrer genussvollen Seite kennen.
Eine alte Kulturpflanze neu entdeckt
Die Bergackerbohne begeistert nicht nur in der Küche. Hinter ihr steckt die Geschichte einer fast vergessenen Kulturpflanze, die wir gemeinsam mit vielen engagierten Menschen zurück auf unsere Felder gebracht haben.
Heute wächst sie wieder dort, wo sie einst selbstverständlich war – und findet Schritt für Schritt ihren Weg zurück in unsere Küchen und auf unsere Teller.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, ihr wieder einen Platz auf dem eigenen Teller zu geben – und ihre Geschichte kennenzulernen.
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