Rezeptautor: Freddy Christandl
Eine jahrhundertealte Tradition neu interpretiert mit der Bergackerbohne
4 Personen
Miso steht in Japan seit Jahrhunderten für Tiefe, Umami und die Kraft der Fermentation. Mit unserem Bergackerbohnen-Kartoffel-Miso entsteht eine Suppe, die alpine Zutaten und asiatische Esskultur miteinander verbindet.
100 g Bergackerbohnen, über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht
100 g Federkohl (ohne Strunk)
200 g Blumenkohl, fein blättrig geschnitten (ca.3 mm)
60 g Shitake oder Kräuterseitlinge, geschnitten
1 EL ungeröstetes Sesamöl oder Rapsöl
Salz
1 lt Wasser
100-120 g Albula Bergackerbohnen-Kartoffel-Miso
Salz
Dieses Rezept bereite ich sehr gerne im Winter zu.
Bei der Einlage kann man der Phantasie natürlich freien Lauf lassen. Saisonales Gemüse, Tofu, gekochter Buchweizen, Soba- oder Vollkornnudeln, Frühlingszwiebeln, Paksoi, Ingwer usw. eigenen sich ebenfalls perfekt. Ganz nach persönlichem Geschmack und Verfügbarkeit.
In Japan gehört Miso-Suppe seit Jahrhunderten zum Alltag. Sie wird am Morgen, zwischendurch oder als wärmende Schale am Abend genossen – ein schönes Beispiel dafür, welchen Stellenwert einfache, mit Zeit und Sorgfalt hergestellte Lebensmittel dort haben.
Miso steht für eine Küche, die mit wenigen Zutaten, viel Zeit und natürlicher Fermentation grosse Tiefe und Geschmack entstehen lässt. Genau diese Verbindung aus Tradition, Handwerk und Respekt vor Lebensmitteln fasziniert mich bis heute.
Fast vergessen. Heute wichtiger denn je.