Rezeptautor: Freddy Christandl
Eine Falafel mit eigener Handschrift: Gekochte Bergackerbohnen schenken ihr Saftigkeit und ein unverwechselbares Aroma.
ca. 30 Stück à 30 g
Diese Falafel zeigt, dass alte Sorten nicht in die Vergangenheit gehören – sondern auf unsere Teller von heute.
Bergackerbohnen 48 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Das Wasser täglich einmal wechseln.
250 g Bergackerbohnen, ganz
60 g Kürbiskerne, ungeröstet (oder Kürbiskern-Mehl)
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
1 kleine Schalotte, in feine Scheiben geschnitten
½ rote Chili ohne Kerne, fein gehackt
etwas Olivenöl
½ Bund Blattpetersilie, fein gehackt
2-3 Zweige Bohnenkraut, fein gehackt (wenn vorhanden)
½ Tl Kreuzkümmel, gemahlen oder im Mörser zerstossen
½ Tl Paprika edelsüss
10 g Kräutermeersalz
50-60 g Bergackerbohnen-Mehl (ca.4-5 Esslöffel)
Erdnussöl zum Frittieren
Als Dip z.B. mit einer Joghurt-Minzraita, Kräuter-Sauerrahm oder Miso-Mayonnaise servieren.Wer einen Fleischwolf besitzt, kann die Falafelmasse anstelle des Thermomix auch durch die 3-mm-Scheibe drehen. So bleibt die Masse schön locker und erhält eine besonders angenehme Struktur.
Die Wurzeln der Falafel reichen weit zurück. Häufig wird ihre Entstehung mit Ägypten verbunden, wo aus Ackerbohnen kleine würzige Bällchen als nahrhafte Speise während der Fastenzeit zubereitet wurden. Später verbreitete sich die Idee in der arabischen Welt, wobei vielerorts Kichererbsen anstelle von Ackerbohnen verwendet wurden.
Fast vergessen. Heute wichtiger denn je.