Oh du mein süsses Österreich!
Rezept von: Freddy
Ergibt: 6–8 Portionen (Dessert)
600 g Parli, in der Schale weich gedämpft (ca. 500 g geschält)
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1 Bio-Eigelb
1 Esslöffel Hartweizendunst
50 g Vollmilchquark
2 Esslöffel Bio-Mohnöl
30–60 g Bio-Dinkelmehl weiss
¼ Teelöffel Steinsalz
1 Esslöffel Zucker für das Kochwasser
100 g frisch gemahlener Mohn
50 g Butter
50 g Puderzucker
etwas Puderzucker zum Bestreuen
Die Bergkartoffeln schälen und noch heiss durch eine Kartoffelpresse drücken. Anschliessend auskühlen lassen.
Vanillemark, Eigelb, Hartweizendunst, Vollmilchquark und Mohnöl zu den Kartoffeln geben und vorsichtig vermischen.
Die ausgekratzte Vanilleschote ins Kochwasser geben.
30 g Mehl beigeben und die Masse von Hand behutsam zu einem glatten Teig kneten.
Salz und Zucker zum kochenden Wasser geben. 2–3 Probeknödel formen und gar ziehen lassen. Falls die Knödel zerfallen, etwas mehr Mehl in den Teig einarbeiten.
Den restlichen Teig teilen und auf einer nicht klebenden Arbeitsfläche zu Strängen von etwa 1 cm Durchmesser rollen. Die Stränge in nussgrosse Stücke schneiden und zu Kugeln formen.
Die Kugeln ins siedende Wasser geben und 7–8 Minuten gar ziehen lassen.
Währenddessen den Hollerröster erwärmen und den süssen Mohn zubereiten.
Für den Mohn die Butter in einer Bratpfanne schmelzen. Puderzucker und gemahlenen Mohn beigeben und 3–4 Minuten rösten, bis der Mohn duftet.
Die fertig gegarten Knöderl abtropfen lassen, zur Mohnmischung geben und vorsichtig schwenken. Bei Bedarf etwas Kochwasser beigeben.
Den Hollerröster in tiefen Tellern anrichten, die Mohnknöderl darauf verteilen und mit Puderzucker bestreuen.
100 g vollreife Äpfel oder Birnen, geschält und entkernt
100 g überreife Zwetschgen, gewaschen und entkernt
1 Zimtrinde
6 Gewürznelken
1 kg schwarze Holunderbeeren, gerebelt
200 g Honig oder Birnendicksaft
Äpfel oder Birnen in Spalten schneiden.
Die Zimtrinde zerkleinern und zusammen mit den Nelken in ein Leinensäckchen binden.
Holunderbeeren, Honig oder Birnendicksaft sowie die Früchte langsam erhitzen. Das Gewürzsäckchen beigeben und alles bei schwacher Hitze 30–40 Minuten einkochen lassen.
Das Gewürzsäckchen entfernen und den Hollerröster servieren.
Kartoffeln am Vortag kochen, noch heiss schälen und über Nacht zugedeckt in der Küche stehen lassen. Dadurch wird der Teig besonders luftig und lässt sich leichter verarbeiten.
Aus diesem Teig lassen sich auch Gnocchi, Schupfnudeln und weitere Knödelvarianten herstellen. Dafür einfach Vanilleschote und Zucker weglassen.
Apfel-, Zwetschgen- oder Preiselbeerkompott sind wunderbare Alternativen zum Hollerröster. Anstelle von Mohn kann die gleiche Menge geriebener Nüsse verwendet werden.
Die Unscheinbare mit grosser innerer Stärke
Die Bergkartoffel mit dem langen Atem
Oh mein süsses Österreich!
Die Bündner Urkartoffel mit grosser Geschichte
Die Kartoffel, die alles veränderte
Die Maikönig war die traditionelle Maluns-Kartoffel