Manche sehen nur Kartoffelfelder. Marcel sieht viel mehr.
Fast jeden Tag geht Marcel durch seine Felder.
Nicht, weil es sein Arbeitsplan verlangt. Sondern weil er überzeugt ist, dass man die Natur nur versteht, wenn man ihr regelmässig begegnet.
Wie entwickeln sich die Pflanzen? Verändert sich die Farbe der Blätter? Ist der Boden noch ausreichend feucht? Gibt es erste Anzeichen einer Krankheit?
Gerade in schwierigen Wetterphasen besucht er seine Felder manchmal sogar zweimal täglich.
ACHTSAM SEIN
Im biologisch-regenerativen Landbau zählt vor allem eines: aufmerksam sein. Wer Veränderungen früh erkennt, kann oft mit natürlichen Mitteln reagieren – zum Beispiel mit Komposttee oder anderen biologischen Massnahmen. Nicht gegen die Natur, sondern gemeinsam mit ihr.
Dafür braucht es Wissen.
Und manchmal auch Intuition.
Marcel nennt diese täglichen Rundgänge deshalb manchmal seine Meditation.
Zwischen den Kartoffelreihen findet er nicht nur Antworten auf die Fragen des Tages. Dort findet er auch Ruhe.
Vielleicht wachsen auf seinen Feldern nicht nur Kartoffeln. Vielleicht wächst dort auch Vertrauen.