Nach der Ernte beginnt schon das nächste Jahr.
Kaum sind die letzten Kartoffeln geerntet, wird auf vielen Feldern bereits wieder eingesät.
Für Aussenstehende wirkt das vielleicht überraschend. Für Marcel gehört es ganz selbstverständlich zum Jahresrhythmus.
Ein Boden möchte nicht einfach brachliegen.
Er soll geschützt werden – vor Regen, Wind, Austrocknung und Erosion. Vor allem aber soll er lebendig bleiben.
DER BODEN BRAUCHT VIELFALT
Deshalb wechseln sich auf unseren Feldern Bergkartoffeln, Bergackerbohnen und Berggetreide regelmässig ab. Kartoffeln wachsen erst nach drei bis vier Jahren wieder auf demselben Acker.
Diese Fruchtfolge ist eines der wichtigsten Geheimnisse eines gesunden Bodens.
Besonders wertvoll sind dabei unsere Bergackerbohnen. Gemeinsam mit Knöllchenbakterien binden sie Stickstoff aus der Luft und stellen ihn später den nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung. Gleichzeitig fördern sie den Humusaufbau und schenken dem Boden neues Leben.
Je länger ich Marcel begleite, desto mehr verstehe ich:
Er baut nicht einfach Kartoffeln an.
Er pflegt einen Boden, auf dem auch kommende Generationen gute Lebensmittel erzeugen können.